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Eine Gastrezension von Hoeppie.

Seit Urzeiten lebt sie unter dem Antlitz unserer Welt – eine Macht, so abgrundtief böse und gewaltig, dass die Menschheit sie um jeden Preis meiden muss, will sie nicht ihren eigenen Untergang einläuten. Doch die junge Janice stößt auf der Suche nach ihrem verschwundenen Mann das Tor zur Hölle auf – und lässt ein unvorstellbares Grauen an die Oberfläche gelangen …Das Geräusch hämmernder Fäuste dringt aus dem Boiler, als Janice nackt in die Wanne steigt. Da wird auch schon die Wohnungstür zertrümmert … Die Suche nach ihrem verschwundenen Geliebten wird für Janice zum Albtraum. In einem alten Schmugglernest, das eigentlich gar nicht existieren dürfte, wird sie von gesichtslosen Feinden verfolgt. Da spaltet plötzlich ein greller Blitz den Himmel. Im peitschenden Orkan taucht die bedrohliche Silhouette eines Schiffes aus den Fluten auf und hält direkt auf sie zu. Von den Flanken des mächtigen Seglers lösen sich Schemen, die nichts Menschliches an sich haben. Und Janice muss erkennen, dass sie etwas geweckt hat, das für alle Zeiten hätte verborgen bleiben sollen ..

Ein Versuch in der Hohlbein-Art

Alles macht neugierig auf den Inhalt. Die Einleitung baut einen schönen Spannungsbogen auf und man wird in die Handlung gestoßen.

Janice macht sich auf die Suche nach ihrem Verlobten. Das zu einer Zeit in den USA als es die ersten Automobile gab und die Eisenbahn als schnellste Verbindung. Ihre Suche treibt sie von Registern und bürokratischen Wege an die Küste in ein Idyllischen Ort. Wo die Menschen in einer engen dörflichen Gemeinschaft zusammen halten. Das durch das Leben an einer wilden Küste geschuldet. Sie sucht nach Spuren ihres Verlobten und wird dabei in brenzligen Situationen von Steve unterstützt. Nach und nach stellt sich heraus, das es ein Geheimnis gibt was zu schützen gilt.

Im Ganzen kann man das Buch in 6 Teile splitten. Zuerst die Suche in der der Stadt. Dann versucht Janice auf eigene Faust an der Küste zum Ziel zu kommen und kommt immer tiefer in das Geheimnis. Das bringt Gegenkräfte gegen sie auf. Als nächstes kommt der Ausflug zum Leuchtturm. Als Folge eskaliert die Situation und die Gegenkräfte setzten alles daran sie zu stoppen. Steve rette sie bis sie in einer wilden Flucht in eine Katastrophe fallen bei der Steve fast sein Leben lässt. Und als Abschluss dann die Klärung und Janice wandelt sich.

Vom Stile ist es ein typischer Hohlbein. Einfache direkte Sprache und kurzweilig zu lesen. Ich persönlich fand es schwer die Motivation von Janice zu verstehen. Ihre Visionen und das Schwanken zwischen aktiver und passiver Heldin und Opfer machte es mir schwer sie als sympathisch wahr zu nehmen. Und auf der anderen Seite die Cthulhu-Artigen Wesen. Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Janice geschrieben und wenn man, so wie ich, sie nicht mag, dann macht es einem schwer dem Roman zu folgen.

Wer Hohlbein mag wird, nicht enttäuscht sein. Aber ich finde nicht, das es sich hier um ein Glanzstück handelt.

Titel: Der Ruf der Tiefen
Autor: Wolfgang Hohlbein
Verlag: Piper Verlag
Seiten: 560
Preis: 9,99 EUR
ISBN: 978-3-492-28027-3
Hier erhältlich