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Der Bestseller für alle Fans von Peter F. Hamilton

Als ich diese Zeilen auf dem Buchrücken las, war mir klar – dieses Buch musst du als langjähriger Peter F. Hamilton-Fan unbedingt lesen. Ob es sich gelohnt hat? Lest selbst!

Die Menschen haben das Sonnensystem besiedelt, doch Misstrauen und Kriege beherrschen weite Teile der Galaxis. Da werden auf dem Planeten Chrysaor die Überreste einer uralten außerirdischen Kultur entdeckt – eine Station unter der Erde, voller rätselhafter Maschinen…

Erzählt wird in „Chrysaor“ die Geschichte von Chris Mesaidon, einem jungen aufstrebenden Piloten, der in die Machenschaften und Geheimnisse rund um den Planeten Chrysaor hineingezogen wird. So kurz so gut…

Das Buch hat mich die ersten Seiten sehr gefesselt. Es ist gut geschrieben und lässt sich sehr einfach lesen. Man möchte James A. Sullivans Sprachstil fast schon als umgangssprachlich oder schlicht bezeichnen.

Mit jeder Zeile wurde ich jedoch nervöser, denn das Epische, das Grossartige – wie es ein Peter F. Hamilton so grandios beherrscht – liess einfach auf sich warten. Und leider, auch im weiteren Verlauf des Romans war nichts von der sprachlichen Gewandtheit eines Peter F. Hamilton zu finden. „Chrysaor“ plätschert weiter vor sich hin und mutet dem Leser zum Schluss sogar noch ein recht haarsträubendes pseudo-philosophisches Ende zu! Ich möchte jetzt nicht sagen, daß das Buch langweilig wäre. Das ist es nicht. James A. Sullivan baut schon eine gewisse Spannung auf. Doch irgendwie bleibt es dann auch dabei… der rechte Kick bleibt aus. Das finde ich sehr schade – aber epische Science Fiction sieht für mich anders aus!

Zu keiner Zeit wurde ich recht mit den einzelnen Charakteren warm. Sie wirken sehr blass und irgendwie auch ohne Tiefe. Ja fast schon ohne Emotionen.

Dasselbe muss man leider auch der eigentlichen Story vorwerfen. Es fehlten die überraschenden Wendungen, die neuartigen technischen Spielereien und vor allem … die Emotionen, die für eine Space Opera so wichtig und essentiell sind! Wer den Armageddon-Zyklus von Peter F. Hamilton gelesen hat, weiss ganz sicher was ich meine…

Nein, das war keine epische Science Fiction im Stile eines Peter F. Hamilton! Nett zu lesen, aber es gibt weitaus bessere Science Fiction Bücher…

Schade! Denn James A. Sullivan hat mit „Die Elfen“ (als Co-Autor von Bernhard Hennen) oder „Nuramon“ doch eindrücklich bewiesen, daß er gute Geschichten erzählen kann!

Titel: Chrysaor
Autor: James A. Sullivan
Verlag: Piper Fantasy
Seiten: 496
Preis: 14,99 EUR
ISBN: 978-3-492-70403-8
Hier erhältlich